Warum Ihr Stundensatz 2026 über Erfolg oder Misserfolg Ihrer Projekte entscheidet

Warum er 2026 über Erfolg oder Misserfolg deiner Projekte entscheidet
Es ist ein Paradoxon, das viele Agenturen und SaaS-Dienstleister kennen: Das Team ist hochmotiviert, die Projekte werden pünktlich abgeschlossen und die Kunden sind begeistert. Doch beim Blick auf den Jahresabschluss bleibt die Frage: Wo ist die Marge geblieben?
Oft liegt die Antwort nicht in der Arbeitsweise, sondern in einer veralteten Kalkulationsbasis. Wer im Jahr 2026 nur seine Verkaufspreise kennt, aber nicht die tatsächlichen Kosten einer Arbeitsstunde, steuert sein Unternehmen im Blindflug.
Die „schwarze Box“ der Projektkosten
Ein fehlerhafter interner Stundensatz ist der häufigste Grund für unrentable Projekte. Viele Betriebe setzen den internen Satz fälschlicherweise mit den reinen Personalkosten gleich. Dabei ist die Arbeitsstunde eines Mitarbeiters weit mehr als nur das Bruttogehalt.
Warum der interne Stundensatz Ihr wichtigster Hebel ist:
- Wahrhaftige Profitabilität: Nur wer weiß, was eine Stunde inklusive Miete, Lizenzen und Verwaltung kostet, kann den echten Deckungsbeitrag ermitteln.
- Präzise Preiskalkulation: Er bildet das Fundament für Angebote, die nicht nur den Zuschlag erhalten, sondern auch Gewinn abwerfen.
- Bessere Entscheidungen: Sollten wir diesen Auftrag wirklich annehmen? Ein Blick auf den internen Stundensatz liefert die Faktenbasis für ein klares „Ja“ oder „Nein“.
Drei Wege zur Kalkulation:
Welches Level nutzt du?
Die Qualität deines Controllings hängt davon ab, wie tief du in die Zahlen eintauchst. Wir unterscheiden drei gängige Szenarien:
- Level: Die Basis (❌ Nicht empfohlen)
Man betrachtet lediglich die direkten Personalkosten. Dieser Wert ist unvollständig, da er alle Gemeinkosten ignoriert. - Level: Die Realität (⚠️ Ausreichend)
Hier werden Personalkosten und Fixkosten (Büro, Software, Verwaltung) addiert. Das ist ein realistisches Abbild, deckt aber keine Wachstumsrisiken ab. - Level: Die Strategie (✅ Empfohlen für 2026)
Die Vollkostenrechnung inklusive Rücklagen für Innovationen und einen kalkulatorischen Gewinnzuschlag. Nur so sichern Sie die nachhaltige Zukunftsfähigkeit Ihres Unternehmens. - Experten-Tipp: Vergessen Sie nicht die Produktivitätsfaktoren. Nicht jede bezahlte Stunde ist eine fakturierbare Stunde. Akquise-Zeiten, interne Meetings und Weiterbildung müssen in den internen Stundensatz eingepreist werden, um die Praxis abzubilden.
Deine Checkliste: Der jährliche
„Rate-Audit“
Die Wirtschaft im Jahr 2026 ist dynamisch. Ein Stundensatz, der vor zwei Jahren berechnet wurde, ist heute wahrscheinlich hinfällig. Nutzen Sie diese Checkliste für Ihre jährliche Überprüfung:
- Gehaltsgefüge: Sind die Gehälter noch marktgerecht oder gab es Anpassungen?
- Lohnnebenkosten: Haben sich Sozialversicherungsbeiträge oder gesetzliche Abgaben geändert?
- Auslastungsquote: Stimmen die angenommenen Produktivitätsfaktoren noch mit der Realität überein?
- Infrastruktur: Sind neue Kostenstellen (z.B. KI-Tools, neue Standorte) hinzugekommen?
- Gewinnziele: Entspricht die Marge noch den strategischen Zielen für das kommende Jahr?
Fazit: Professionalität beginnt bei der Basis
Der interne Stundensatz ist kein trockenes Buchhaltungsthema – er ist der Schlüssel zu gesundem Wachstum. Wenn Sie diesen Wert präzise kennen, können Sie Ihre Ressourcen effizienter einsetzen und Projekte annehmen, die Ihr Unternehmen wirklich voranbringen.
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